SFG Nordstern e.V. Logo SFG Nordstern e.V. Logo
Tel: +49 172 263 84 69 Startseite Kontakt Sitemap
Anmelden

Segelfluggruppe Nordstern e.V.

Spass, Teamwork, Verantwortung, sportlicher Ehrgeiz, Bewegung, frische Luft...

Teamgeist PDF Drucken

Egomanen unerwünscht.

Ohne eine helfende Hand kommt ein Segelflieger nicht weit. Darauf sind wir stolz, denn in dieser lautlosen Sportart zählt Teamgeist. Bei Mann und bei Frau.

Fliegen kann so gut wie jeder, doch in diesem Sport gehört noch ein wenig mehr dazu. Wer sein Fluggerät beherrschen will, muss auch am Boden die Operationen und das Handling kennen lernen und beherrschen. Damit jeder Handgriff für mehr Sicherheit sitzt. Am Boden und in der Luft.

Die ersten "Gehversuche" werden auf dem zweisitzigen Schulflugzeug ASK-21 gemacht. Mit dem Fluglehrer auf dem hinteren Sitz lernt der Flugschüler zunächst geradeaus zu fliegen und dabei die Geschwindigkeit des Flugzeuges beizubehalten. Ist diese Lektion gelernt, geht es mit dem Fliegen von Links- und Rechtskreisen weiter, bis nach weiteren Übungen, wie besonders Start und Landung, das erste Ausbildungsziel erreicht wird, die A-Prüfung. Der Flugschüler fliegt zum ersten Mal alleine und zeigt damit, dass er das beherrscht, was ihm die Fluglehrer bei einigen Dutzend Flügen (ca. 40 - 70) beigebracht haben.

Ist diese erste Hürde überwunden, wird dem Flugschüler in zwei weiteren Ausbildungsabschnitten der Rest der notwendigen Segelflugpraxis beigebracht, was von besonderen Anflugverfahren über den Typenwechsel auf andere Flugzeugmuster bis hin zu den ersten Überlandflügen reicht. Dieses praktische Wissen wird während der Segelflugsaison vermittelt, die von Ende März bis Anfang Oktober des Jahres dauert. Während der restlichen Monate des Jahres kann wetterbedingt kaum Segelflug durchgeführt werden. Das heißt jedoch nicht, dass wir die Winterpause ungenutzt verstreichen lassen. In dieser Zeit wird in Ergänzung der sommerlichen Flugpraxis die notwendige Theorie vermittelt. Hier lernen wir, warum ein Segelflugzeug fliegt oder auch, wie z.B. das Wettergeschehen entsteht. Zusammenfassend werden die Fächer Luftrecht, Navigation, Technik, Meteorologie und Verhalten in besonderen Fällen gelehrt. Hat der Flugschüler dann endlich das erforderliche Wissen parat, legt er bei der zuständigen Bezirksregierung sowohl eine theoretische als auch eine praktische Prüfung ab und erhält, wenn er alle weiteren Voraussetzungen erfüllt, den PPL-C.

So leicht sich der vorgehende Abschnitt über die Ausbildung gelesen hat, so weitgehend ist aber auch die Verantwortung jedes Einzelnen. Das hat einfache Gründe: Segelfliegen ist eine Sportart, bei der jeder in hohem Maße auf den anderen angewiesen ist und sich auf diesen verlassen muss. Das ist bereits daraus ersichtlich, dass zum Start eines Flugzeuges eine Bodenmannschaft von mindestens vier Flugkameraden notwendig ist.

Flugzeuge sind technische Geräte und müssen aus Gründen der Flugsicherheit regelmäßig gewartet und gepflegt werden. Würde diese Wartung und Pflege von bezahltem Personal durchgeführt werden, stiegen die Flugpreise auf ein vielfaches und Fliegen als Hobby würde unrentabel. So leistet jedes Vereinsmitglied seinen Arbeitsanteil, vor allem im Winterhalbjahr, wenn Reparaturen und Lackierarbeiten an den Flugzeugen ausgeführt werden.

Segelfliegen ist "Übungssache". Während der Segelflugausbildung ist die regelmäßige Anwesenheit der Flugschüler am Flugbetrieb notwendig. Eine unregelmäßige Teilnahme verlängert unnötig die Ausbildungsdauer und macht weder dem Flugschüler noch dem Fluglehrer richtig Spaß. Genauso muss der fertig ausgebildete Segelflugpilot jährlich eine gewisse Flugleistung absolvieren, um nicht zum Sicherheitsrisiko zu werden.

Zusammenfassend ist also zu sagen, dass Segelfliegen ein hohes persönliches Engagement erfordert. Andere Interessen müssen hier meist zurückstehen.

 
< Zurück   Weiter >